Wie baut man im Mittelalter eine riesige Abtei mitten in einer rauen Dünenlandschaft, ganz in der Nähe des Meeres? Die Antwort darauf erfährst du in unserer neuen Ausstellung „Die Dünenabtei und das Meer“.
Welche Spuren des Meeres lassen sich heute noch aus der mittelalterlichen Zeit der Duinenabtei finden? Fisch, Austern und Herzmuscheln standen beispielsweise auf dem Speiseplan des Männerklosters, aber auch auf verschiedenen Exponaten der Sammlung finden sich Hinweise auf das Meer.
Dank einer sorgfältigen Auswahl von Exponaten aus den Sammlungen des Abteimuseums und von Leihgebern entsteht in dieser „salzigen“ Ausstellung ein stimmungsvolles, vielschichtiges Gesamtbild, das Neugier weckt. Mit fantastischen Zeichnungen des Illustrators Arnold Hovart und Kreationen aus LEGO®-Steinen von Little Brickroom. Behalten Sie auch die Website und die sozialen Medien des Museums im Auge, um über das Rahmenprogramm auf dem Laufenden zu bleiben.
Die Ausstellung ist Teil des Themenjahres „Fischerei“ in Koksijde und erzählt die überraschende Geschichte der jahrhundertelangen Verbindung zwischen der Duinenabdij und dem Meer. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals außergewöhnlich. Dennoch entwickelte sich die Abtei zu einer der bedeutendsten Zisterzienserabteien Flanderns.
Die Ausstellung entführt die Besucher ins 12. Jahrhundert. In den Dünen zwischen Veurne und dem Meer entscheidet sich der Einsiedler Ligerius für ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur. Sein Beispiel findet bei anderen Anklang und entwickelt sich zu einer blühenden Abteigemeinschaft, die die Region mehr als 700 Jahre lang mitprägt.
Das Leben an der Küste war nicht einfach. Stürme, Sand und Salzwasser machten das Dasein schwer. Doch die Mönche lernten, mit den Kräften der Natur umzugehen, und machten das Meer zu ihrem Verbündeten.
Das Meer sorgte für Nahrung wie Fisch, Krustentiere und Schalentiere. Es stellte auch eine Verbindung zu anderen Küstengebieten her und schuf Möglichkeiten für Handel, Zusammenarbeit und Austausch. Die Abtei verfügte sogar über eine eigene Flotte. Durch Kontakte unter anderem zu den englischen Cinque Ports entstanden Handelsbeziehungen, die der Abtei Reichtum und Einfluss brachten.
Der Einfluss des Meeres ist noch heute an zahlreichen Gegenständen und Baumaterialien der Abtei zu erkennen. In der Ausstellung entdecken die Besucher unter anderem Fliesen mit Fischmotiven, in Ziegelsteine eingearbeitete Muscheln und dekorative Objekte mit maritimen Anspielungen. Sogar das Abteiewappen ziert ein Delfin.
Das Meer hinterließ nicht nur Spuren im Alltag der Mönche, sondern auch in der Architektur, der Kunst und der Identität der Abtei.
Die Ausstellung „Die Dünenabtei und das Meer“ erzählt eine besondere mittelalterliche Geschichte über das Überleben, die Zusammenarbeit und das Leben im Einklang mit den Kräften der Natur. Eine überraschende Entdeckungsreise für Jung und Alt.
Möchten Sie eine Führung durch unsere neue Ausstellung buchen? Entdecken Sie hier, was es im Rahmen unserer neuen Ausstellung „Die Dünenabtei und das Meer“ alles zu erleben gibt.